16. Dezember 2009

Die Parodontitis-Therapie – Zahnarzt Würzburg

Abgelegt unter: Zahnarzt Würzburg Axel Lorke — admin @ 09:49

Hinter dem Begriff Parodontitis verbirgt sich eine Entzündung des Zahnhalteapparates, d.h. die Fasern, die den Zahn im Kieferknochen festhalten und ernähren, werden zerstört. An dieser Erkrankung leiden mittlerweile  neun von zehn Bundesbürgern an mindestens einem Zahn.
Eine chron. Entzündung des Zahnhalteapparates kann sich – wenn diese unbehandelt bleibt – negativ auf Allgemeinerkrankungen, wie Herz-Kreislauf- Erkrankungen (Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall) oder Typ-2-Diabetes auswirken.
Außerdem kann  das Risiko für eine Frühgeburt in der Schwangerschaft erhöht werden. Die Parodontitis ist also keine auf den Mund beschränkte Erkrankung, sondern kann zum Gesundheitsrisiko für den ganzen Körper werden.
Wichtig ist die rechtzeitige Behandlung der Parodontitis! Findet diese nicht statt, so  kann dies am Ende zu einem Verlust eigentlich gesunder Zähne führen, was durch  eine relativ einfach durchzuführende Therapie vermieden werden kann.
Die Ursachen der Parodontitis
In Mundhöhle und Rachenraum existieren mehr als 600 verschiedene Bakterienarten. Diese Bakterien schließen sich – wenn sie nicht regelmäßig entfernt werden- zu einem Biofilm (Zahnbelag) auf der Zahnoberfläche zusammen, dessen Giftstoffe anschließend in das Zahnfleischgewebe eindringen. Infolgedessen reagiert die körpereigene Abwehr auf diesen bakteriellen Angriff mit einer Entzündung.
Zu einer Parodontitis kommt es erst dann, wenn diese Entzündung schließlich den Kieferknochen erreicht hat und damit die  Fasern zerstört, die den Zahn im Knochenfach festhalten. Tiefe Zahnfleischtaschen bilden sich und stellen nun einen idealen Ort für das Wachstum der Bakterien dar.
Durch ihre anatomische Lage sind die Zähne die ideale Eintrittspforte für das Eindringen von Keimen in den Körper, und so führt jede kleine Schwäche in den natürlichen Abwehrmechanismen zu einem starken Wachstumsanstieg der Bakterien und damit zu einer verstärkten Entzündungsreaktion.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:
Diabetes mellitus, Rauchen, psychischer Stress, Übergewicht, Mangel-bzw. Fehlernährung, mangelhafte Mundhygiene, sowie hormonelle Veränderungen

Die Symptome der Parodontitis

Obwohl eine fortschreitende Parodontitis meist über einen längeren Zeitraum  völlig schmerzlos bleibt, weisen dennoch einige Symptome  auf eine Erkrankung des Zahnhalteapparates hin:
geschwollenes und gerötetes Zahnfleisch
Zahnfleischbluten
Zahnfleischrückgang (die Folge sind oft schmerzempfindliche Zahnhälse)
ein unangenehmer Geschmack im Mund oder Mundgeruch, der über längere Zeit andauert
Austritt von Eiter aus den Zahnfleischtaschen
Lockere oder verlängert erscheinende Zähne

Die Behandlung der Parodontitis
Die systematische Parodontaltherapie ist in verschiedene Abschnitte gegliedert:
Den Start in die Therapie stellt die  Intitial- oder Hygienephase dar, bei der in einer professionellen Zahnreinigung (PZR) eine gründliche Vorreinigung durchgeführt und der Patient über eine korrekte Durchführung der häuslichen Mundhygiene aufgeklärt wird. Nach dieser Vorbehandlung bemerken die meisten betroffenen Patienten bereits einen deutlich  sichtbaren Rückgang der Zahnfleischentzündung.
Erst an diesen wichtigen ersten Schritt schließt sich die eigentliche Parodontal-Therapie an: Hier werden zunächst alle betroffenen Zähne lokal betäubt, damit im Folgenden eine komplette Entfernung der für die Erkrankung verantwortlichen Bakterien aus den Zahnfleischtaschen stattfinden kann. Hierzu werden spezielle Handinstrumente oder maschinelle Ultraschallreinigungsgeräte verwendet. Diese Therapie ist in den meisten Fällen ausreichend, um die Entzündung einzudämmen oder sogar ganz zu hemmen. Bei schwierigen oder aggressiv verlaufenden Fällen bietet sich die zusätzliche Gabe spezieller Antibiotika an.
Ist ein Patient an Parodontitis erkrankt, so hat er meistens lebenslang eine erhöhte Anfälligkeit für bakterielle Entzündungen. Aus diesem Grund muss einer Parodontaltherapie eine regelmäßige Nachsorge-und Erhaltungstherapie folgen.
Je nach Erkrankungsgrad wird anfänglich zu zwei bis vier zahnärztlichen Kontrollterminen im Jahr geraten, bei denen die Zahnfleischtaschen und der Entzündungszustand des Zahnfleisches kontrolliert, sowie erneut die Beläge aus den Zahnfleischtaschen bei einer professionellen Zahnreinigung (PZR) entfernt werden

Kiefergelenkbehandlung – Zahnarzt Würzburg

Abgelegt unter: Zahnarzt Würzburg Axel Lorke — admin @ 09:47

Symptome, wie Schmerzen der Kiefermuskulatur oder des Kiefergelenks, eingeschränkte Beweglichkeit des Kiefers, Zähneknirschen und dadurch verursachte Abnützungen, sowie Gesichts- oder Kopfschmerzen können erfolgreich mit einer Kieferbehandlung bekämpft werden. Solche Symptome können durch Zahnlücken, schlechte Kronen oder Prothesen, Zahnfehlstellungen oder auch Stress verursacht werden.

In der Kiefergelenkbehandlung wird das Kiefergelenk entspannt. Um eine Kiefergelenkbehandlung möglichst effizient zu gestalten ist eine umfassende Diagnostik unerlässlich. Das Kiefergelenk kann mithilfe einer Aufbissschiene, Physiotherapie oder auch medikamentös behandelt werden. Die Kiefergelenkbehandlung ist je nach Problemstellung unterschiedlich.

Implantologie – Würzburg Zahnarztpraxen

Abgelegt unter: Zahnarzt Würzburg Axel Lorke — admin @ 09:47

In den letzten Jahren hatte auch die zahnärztliche Chirurgie große Fortschritte zu verzeichnen. Insbesondere die Implantologie, die lange Zeit ein sehr exklusives Verfahren darstellte und damit nur wenigen Patienten zugänglich war, kann nun einem sehr breiten Patientenkollektiv angeboten werden. Die daraus resultierenden erweiterten Möglichkeiten in der hochwertigen Prothetik stellen den Zahnarzt vor neue Herausforderungen und bieten dem Patienten neue Wege zur mehr Komfort, besserer Funktionalität und höherer Ästhetik. .

Unter Implantologie versteht man die  Einpflanzung einer künstlichen Zahnwurzel. Dabei ersetzt das Implantat den fehlenden Zahn ohne benachbarte Zähne zu beschädigen. Somit ist die Implantation in vielen Fällen eine sinnvolle Alternative zu einer Lückenversorgung mit konventionellen Kronen oder Brücken.
Da Implantate zu einem großen Prozentsatz aus Keramik oder Titan bestehen, sind sie sehr verträglich und stellen so einen zu den natürlichen Zähnen gleichwertigen Ersatz dar.
Eine besondere Bedeutung gewinnt die Implantologie bei  älteren Patienten, da die Implantate eine sichere Basis für abnehmbare Zahnprothesen darstellen können. Sobald ein Implantat in den Kieferknochen eingepflanzt wird, wird die Atrophie der Knochenmasse im Kiefer gestoppt. Wird eine Prothese von einem oder mehreren Implantaten gehalten, so garantiert dies ein kräftigeres Zubeißen und einen sicheren Halt.
Eine wichtige und unverzichtbare Voraussetzung für das Einsetzen eines Implantates sind eine gute Mundhygiene und  regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durch den Zahnarzt. Nur so kann der dauerhafte Erfolg der Implantation gewährleistet und eventuelle Risikofaktoren rechtzeitig behoben werden.

8. Dezember 2009

Prophylaxe und Professionelle Zahnreinigung (PZR) – Zahnarzt in Würzburg

Abgelegt unter: Zahnarzt Würzburg Axel Lorke — admin @ 12:02

Regelmäßige Kontrolltermine bei Ihrem Zahnarzt  sind sehr wichtig, um die Entstehung von Karies und Zahnfleischerkrankungen rechtzeitig zu erkennen und therapieren zu können. Dazu gehört sowohl die röntgenologische Kontrolle Ihrer Füllungen, Kronen und Brücken, als auch die Tiefenmessung der Zahnfleischtaschen (PSI). Außerdem übernimmt Ihre Krankenkasse einmal jährlich die Entfernung des über dem Zahnfleisch befindlichen Zahnsteins.
Die tägliche Zahnpflege ist unerlässlich, um die Gesundheit  und das natürliche Weiß der Zähne zu erhalten. Hierbei wird regelmäßig  ein großer Teil des Zahnbelags (Plaque) entfernt. So werden die Zähne bereits effektiv vor Bakterien geschützt, die den Zahnschmelz angreifen und somit Karies verursachen und die sich am Zahnhals ansiedeln und so zu Zahnfleischentzündungen führen.

Eine ergänzende sinnvolle Maßnahme, um Ihre Zähne langfristig gesund und schön zu erhalten, ist die Professionelle Zahnreinigung (PZR). Vielen Patienten ist bekannt, dass es die Möglichkeit einer gründlichen Zahnreinigung beim Zahnarzt durch die Prophylaxehelferin gibt. Jedoch kommen auch viele Fragen auf, wenn es darum geht, was bei einer PZR tatsächlich im einzelnen gemacht wird und welche Vorteile sich gegenüber der „normalen“ Zahnpflege bieten. Denn neben der vollständigen Plaqueentfernung, werden sowohl die Zahnzwischenräume  als auch die Zahnfleischtaschen gründlich gereinigt und ein sehr großer Teil der für die Zahngesundheit gefährlichen Bakterien entfernt. Dies wird mit Ultaschall und ergänzend mit Handinstrumenten durchgeführt.
Anschließend werden mit einem feinen Pulver (Airflow) evtl. vorhandene Verfärbungen auf den Zahnoberflächen entfernt und diese geglättet. Eine abschließende gründliche Politur mit einer flouridhaltigen Polierpaste vervollständigt die Professionelle Zahnreinigung, schützt und versiegelt die Zahnoberflächen und verzögert die Anlagerung neuen Zahnsteins.

Empfehlenswert ist ein Zeitraum von ca. einem halben Jahr zwischen den einzelnen Reinigungsterminen. Dieser ist jedoch auch abhängig von den Taschentiefen, der Anfälligkeit des Patienten, neuen Zahnstein zu bilden und weiteren Faktoren, wie Zahnfleischbluten, evtl. überhängenden Restaurationen im Mund (Kronen und Brücken mit überstehenden Rändern), verschachtelten Zahnstellungen, etc.
Wichtig ist außerdem die Durchführung einer PZR vor einer Zahnfleischbehandlung (Parodontitis-Therapie), sowie vor der Durchführung prothetischer Maßnahmen, damit diese anschließend erfolgreich verlaufen können.

Ästhetische Zahnheilkunde – Zahnarztpraxis in Würzburg

Abgelegt unter: Zahnarzt Würzburg Axel Lorke — admin @ 12:00

In den letzten Jahren ist neben der Gesunderhaltung der Zähne immer mehr auch die Erhaltung des ästhetischen und natürlichen Erscheinungsbildes v.a. der Frontzähne in den Vordergrund getreten. Ein schönes weißes Lächeln wirkt sehr anziehend und verhilft zu Selbstbewusstsein. Natürlich darf hierbei auch nicht die funktionelle Seite der Zähne außer Acht gelassen werden, denn diese sind ein wichtiger Bestandteil beim Verdauungsprozess und haben entscheidenden Anteil an der Wort- und Sprachbildung.

Die Zahnheilkunde ermöglicht es, die Zähne schön und gesund zu erhalten. Durch die ständige Weiterentwicklung der Materialien (bezüglich Haltbarkeit, Ästhetik, etc.) können heute bereits mit einem minimalen Verlust an gesunder Zahnsubstanz optimale ästhetische Ergebnisse erzielt werden. Wo früher aufgrund großer Defekte im Frontzahnbereich  zu Kronen geraten wurde, können die Zähne seit einiger Zeit mit sogenannten Composites, einer Mischung aus Kunststoff und Keramik, wieder aufgebaut werden. Diese sind in unterschiedlichen Zahnfarben erhältlich und können so individuell an Ihre persönlichen Zähne angepasst werden.

Sollen z.B. größere Zahnzwischenräume geschlossen werden, ist eine Zahnverlängerung oder eine komplette Veränderung des Frontzahnprofils erwünscht, so kann man auf Veneers  zurückgreifen. Dies sind Haftschalen, die aus hauchdünner Spezialkeramik bestehen und so nur eine minimale Abtragung der eigenen Zahnsubstanz erfordern    . Zudem sind Veneers sehr stabil und haben – wenn sie genau angepasst sind und gut gepflegt werden – eine Haltbarkeit, die mit derjenigen von Kronen vergleichbar ist.

Für den Seitenzahnbereich haben sich die oben genannten Materialien ebenfalls etabliert: Neben den Composites, die direkt im Mund verarbeitet werden können oder indirekt im Zahnlabor Verwendung finden, ist die Keramik auch ein beliebter Werkstoff geworden. In Form von Inlays und Teilkronen stellen sie  aus ästhetischer und funktioneller Sicht sehr hochwertige Materialien dar und werden gerne im sichtbaren Seitenzahnbereich eingesetzt. Da sie speziell mit dem Zahn verklebt werden, haben sie eine lange Lebensdauer und sind zudem noch sehr verträglich.

Da jeder Patient seine eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Ansprüche an sein Äußeres und damit auch das seiner Zähne hat, beraten wir Sie gerne jederzeit individuell und persönlich!

2. Dezember 2009

Zähneknirschen (Bruxismus) – ein aktuelles Problem in der heutigen Gesellschaft – Zahnarzt Würzburg

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 10:01

Stress in Beruf und Familie wird heute von vielen Menschen über die Zähne „abgearbeitet“. Viele nehmen dies anfänglich gar nicht bewusst wahr. Sie wachen mit verspannter Gesichts-und Kaumuskulatur auf oder haben ein Druckgefühl im Kiefergelenk – diese Symptome verschwinden aber am Wochenende wieder und so werden die Symptome zwar bemerkt, aber nicht nach der Ursache geforscht. Oft sind Ehepartner oder Freunde die ersten, die den Betroffenen darauf ansprechen, wie sehr er die Nacht über „gearbeitet“ hat, weil sie eventuell sogar davon wach geworden sind.

Woher kommt dieses Phänomen des Zähneknirschens?
Schon seit Urzeiten war unser Körper darauf eingestellt, in Stresssituationen mit steigendem Adrenalinspiegel, erhöhter Atmungsaktivität und Herzfrequenz, als auch mit gesteigertem Muskeltonus und einer Blutdrucksteigerung, um rechtzeitig die Flucht ergreifen zu können oder sich dem Gegner im Kampf zu stellen. Diese Entladung der Anspannung in körperliche Aktivität findet heute jedoch bei vielen Menschen auf anderen Wegen statt. Sie pressen die Zahnreihen aufeinander, spannen ihre Kaumuskulatur an und üben nicht selten einen Kaudruck von bis zu 80 Kilogramm auf die Zahnreihen aus.

Welche Folgen hat das Zähneknirschen?
Dies bleibt natürlich nicht ohne Folgen: Anfängliche Schlifffacetten auf den Zähnen vom nächtlichen Reiben werden meist gar nicht wahrgenommen. Kommt es jedoch zu einer stärkeren Abnutzung der Zähne oder fallen erste Schädigungen des Zahnhalteapparates, sowie Kiefergelenks-oder Nervenschmerzen auf, so sollte man dies nicht auf sich beruhen lassen, sondern sich vertrauensvoll an seinen Zahnarzt wenden. Denn Zähneknirschen- oder Pressen (Bruxismus) kann auch Kopf-oder Gesichtsschmerzen zur Folge haben und muss seine Ursache nicht unbedingt im täglichen Stress haben. Denn Auslöser können auch Zahnfehlstellungen, zu hohe Füllungen oderKieferfehlstellungen sein. Ist dies der Fall, so kann eine leichte Korrektur dieses Ungleichgewichtes schon Linderung verschaffen.

Was kann man dagegen tun?
zaehneknirschen
Eine weitere sehr hilfreiche Maßnahme ist die Anfertigung einer Aufbissschiene, welche die Zähne vor weiterem Verschleiß schützt, eventuelle Kieferfehlstellungen reguliert und eine Schonung des Kiefergelenkes herbeiführt.
zaehneknirschen
Lockerungsübungen für die Kaumuskulatur helfen ebenfalls, beseitigen jedoch nicht die Ursache, die oft in einer mangelnden Stressbewältigung liegt. Strategien wie autogenes Training, Mediation, Yoga und ähnliche Entspannungstechniken helfen auf Stress entspannter zu reagieren und Gelassenheit zu bewahren.

Ein sicheres Zeichen für vollkommene Entspannung: Unsere Zahnreihen berühren sich nicht, die Muskulatur ist locker und entspannt!

Die Wurzelkanalbehandlung – Zahnarzt Würzburg

Abgelegt unter: Zahnarzt Würzburg Axel Lorke — admin @ 09:57

1. Allgemeine Informationen

Bei einer Wurzelbehandlung wird das entzündete oder abgestorbene Zahnmark (Zahnpulpa) behandelt. Diese Zahnpulpa besteht aus Gefäßen und Nerven, die von der Wurzelspitze in Richtung Zahnkrone verlaufen und den Zahn so mit Mineralien und Wasser versorgen. Diese Empfindungen werden vom Zahn an das Schmerz-Zentrum des Gehirns weitergeleitet und so haben heftig pulsierende Schmerzen meist ihre Ursache in der Entzündung des Zahnmarks (Pulpitis). In diesen Fällen muss eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden.

2.Ablauf einer Wurzelkanalbehandlung

Da in vielen Fällen der Zahnnerv noch Empfindungen an das Gehirn weiterleiten kann, wird vor einer Wurzelbehandlung in der Regel der Zahn betäubt (anästhesiert). Anschließend werden die Wurzelkanäle eröffnet und deren Eingänge erweitert, um diese entsprechend für eine dichte Wurzelfüllung vorbereiten und ausreichend reinigen zu können. Diese Reinigung erfolgt mit speziellen Wurzelkanalinstrumenten, die entweder manuell oder mit einem speziellen Motor verwendet werden. Wichtig ist dem Behandler hierbei, dass das gesamte entzündete Gewebe aus dem Wurzelkanal – bis hin zur Wurzelspitze – entfernt und dieser im Folgenden ausreichend erweitert werden kann,  damit das anschließend eingebrachte Medikament seine volle Wirkung entfaltet.

3. Dauer eine Wurzelkanalbehandlung

Für eine Wurzelkanalbehandlung benötigt man in der Regel zwei bis drei Termine, die in einem Abstand von 1-2 Wochen liegen. Dies hängt jedoch immer vom entsprechenden Behandlungsfall ab. In der letzten Sitzung werden die Wurzelkanäle mit einem endgültigen Wurzelfüllmaterial abgedichtet, damit keine Bakterien in den gereinigten und getrockneten Zahn gelangen können. Dieses besteht in den meisten Fällen aus einem Kunstharzgemisch, das erwärmt wird und sich so beim Einbringen in den Wurzelkanal perfekt an die Kanalwände anpassen kann. Der Zahn ist nach einer solchen Behandlung devital, d.h. dass der Patient keine Kälte oder Wärme mehr an diesem Zahn empfinden kann. Da auf der Wurzeloberfläche jedoch nach wie vor eine Wurzelhaut vorhanden ist, erkennt der Organismus diesen als körpereigen an und stößt ihn nicht ab. Somit kann ein wurzelbehandelter Zahn noch lange Zeit seine Funktion erfüllen.

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